Mitteilung


Angesichts des Rückgangs der Artenvielfalt werden Naturgärten immer wichtiger. Sie stellen einen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der heimischen Flora und Fauna dar. Nach 19 Naturgartenzertifizierung im vergangenen Jahr haben jetzt weitere 36 Kleingärtnerinnen und Kleingärtner aus den elf Aschaffenburger Gartenanlagen die Auszeichnung „„Bayern blüht – Naturgarten““ erhalten. Vier Zertifiziererinnen und ein Zertifizierer waren über die Sommermonate unterwegs und überprüften, ob die vom Landesverband Bayerischer Kleingärtner mit dem Landwirtschaftsministerium in Bayern vereinbarten strengen Kriterien eingehalten wurden.
Die feierliche Übergabe von Urkunde sowie Plakette an die Gartenpächterinnen und -pächter nahmen am 14. November 2023 Aschaffenburgs Oberbürgermeister Jürgen Herzing und der Stadtfachberater des Kleingartenvereins, Hans-Dieter Bauer, vor. Herzing betonte, „“ich bin sehr froh, dass zahlreiche Kleingärtnerinnen und Kleingärtner aus Aschaffenburg sich dazu entschlossen haben, ihren Garten nicht nur als Naturgarten anzulegen und zu pflegen, sondern diesen auch zertifizieren lassen“. Er dankte den Geehrten „“für die Förderung der natürlichen Lebensräume für Pflanzen und Tiere und somit für einen aktiven Beitrag zum Natur- und Umweltschutz““.
„“Wir durften heute sehr engagierte Menschen auszeichnen, die hoffentlich weitere anregen, ihre Parzelle als Naturgarten zu gestalten. Auf diese Art können wir gemeinsam einen Beitrag zur Biodiversität leisten““, betonte Stadtfachberater Hans-Dieter Bauer. Gärten müssten übrigens auch nicht groß sein, um vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum zu bieten. „„Je mehr Leute dabei mitmachen, desto eher hat die Natur eine Chance.““
In den 55 Natur-Kleingärten Aschaffenburgs finden sich nicht nur Obstbäume, angepflanztes Gemüse und Kräuter sowie eine Vielzahl an blühenden Blumen und Stauden, sondern auch Totholz, Wiesenelemente mit Wildkräutern und aus der Sicht des Naturschutzes besonders wertvolle „„wilde Ecken““, die vielen Tierarten Lebensraum und Unterschlupf bieten. Bauer: „„Die Gärten sind so unterschiedlich wie ihre Pächter, doch sie haben eines gemeinsam: Alles sind Naturgärten – jeder Garten auf seine eigene einzigartige Weise.““
„“Mein Dank gilt den Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern für ihr Engagement, ihre Gartenparadiese als Vorbilder für nachhaltiges und naturnahes Gärtnern zu präsentieren““, betonte der Oberbürgermeister. Wer mit der Gartenplakette „“Bayern blüht – Naturgarten““ ausgezeichnet werde, leiste einen wertvollen Beitrag für die Vielfalt in unserer Umwelt. Er werde Pflanzen und Tiere wertschätzen, die in seinem Garten einen Platz gefunden haben.
„“Jetzt haben wir 55 Kleingärten zertifiziert. Das ist eine Fläche von fast 18.000 Quadratmetern oder anders gesagt, zweieinhalb komplette Fußballplätze“, stelle Bauer fest. Diese Gärtnerinnen und Gärtner seien sehr fleißig gewesen und „„ich hoffe, dass dies nicht nachlässt und weitere animiert, mitzumachen. Mit der Umstellung auf biologisches Gärtnern konnten fast zwei Hektar naturnah gestalteter Grund und Boden der Natur als ökologisch wertvolle Lebensräume übergeben werden“.“

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Aus der Hand von Oberbürgermeister Jürgen Herzing (rechts) und Stadtfachberater Hans-Dieter Bauer (links) haben Gartenpächterinnen und -pächter aus den Anlagen Fasanerie/Röderbach und Schönbusch ihre Urkunde und Zertifizierungsplakette erhalten.                                                                         Foto: Ralf Hettler



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Kleingärten wurden auch in den Anlagen Mörswiese, Nilkheim, Großostheimer Straße links und Strietwald-Nord als Naturgärten zertifiziert. Unser Foto zeigt die Geehrten aus diesen Kleingartenanlagen, die Lob und Glückwünsche von Oberbürgermeister Jürgen Herzing (rechts) und Stadtfachberater Hans-Dieter Bauer (links) in Empfang nahmen.                           Foto: Ralf Hettler