Über den fachgerechten Schnitt und eine sachgemäße Pflege von Obstbäumen hat der Stadtverband Aschaffenburg der Kleingärtner e.V. seine Pächter informiert. Bei einem Schnittkurs für Obstbäume am 28. März in der Kleingartenanlage Nilkheim erläuterte Gärtnermeisterin Dominique Dobslaw in Theorie und Praxis die allgemeinen Schnittgesetze an Obstbäumen.
Um einen guten Obstbaumschnitt durchführen zu können, würden theoretisches Wissen und praktische Erfahrung benötigt, betonte Dobslaw. Ziel des Schnitts sei es, dass sich am Baum viel und gut belichtetes Fruchtholz mit vielen Blütenknopsen befinde. Nur aus Knospen, die eine gute Nährstoffversorgung bei ausreichender Belichtung hätten, würden sich auch schöne und gesunde Früchte entwickeln. Zudem erreiche man mit einem guten Schnitt schnellere, höhere und regelmäßigere Erträge bei hoher Qualität der Einzelfrüchte.
Nach den Worten der Gärtnermeisterin ist der beste Obstbaumschnitt derjenige, welcher das gesteckte Ziel mit dem geringstmöglichen Aufwand erreichen lasse. Um gesunde Früchte ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu ernten, müsse bereits beim Pflanzen der Bäume die richtige Sorte ausgewählt werden. Mittlerweile gebe es bei vielen Obstarten gute Sorten, die gegen viele Krankheiten und Schädlinge resistent seien.
Um bei Bäumen und Beerensträuchern die Fruchtbildung und ein gesundes Wachstum zu fördern, sei der richtige Zeitpunkt für den Schnitt zu wählen. So werde zwischen Winter- und Sommerschnitt unterschieden. Je stärker ein Baum geschnitten werden, umso stärker treibe er wieder aus. Dobslaw: „Das Korrigieren vergangener Fehlschnitte muss immer auf mehrere Jahre verteilt werden.“
Gärtnermeiosterin Dominique Dobslaw (Foto oben links / Foto unten rechts) erläuterten bei den Aschaffenburger Kleingärtnern in der Gartenanlage Nilkheim, wie Obstbäume fachgerecht geschnitten werden.
