Mitteilung

Wie eine Totholzhecke errichtet wird, was eine Käferburg ist und wie sich Kleingärten naturnah und nachhaltig gestalten lassen – das haben 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Praxisseminar „Der naturnahe Kleingarten“ des Landesverbandes Bayerischer Kleingärtner e.V. am 9. Mai 2026 in der Aschaffenburger Gartenanlage Schönbusch erfahren.
Zu dem Praxistag eingeladen hatte der Landesverband Bayerischer Kleingärtner e.V. (LBK). Als fachkundige Referenten vermittelten der Buchautor und Querbeet-Redakteur des Bayerischen Fernsehens Tobias Bode sowie die Landesfachberaterin des LBK, Angelika Feiner, anschaulich, wie sich Artenvielfalt und ökologische Strukturen mit einfachen Mitteln in Kleingärten fördern lassen.
Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die Theorie, sondern vor allem die praktische Umsetzung. Tatkräftig packten alle Teilnehmenden mit an, nahmen Spaten und Rechen in die Hand und setzten die vorgestellten Maßnahmen direkt vor Ort um: Es wurde ein Graben für eine Käferburg ausgehoben, heimische Pflanzen in ein Wildstaudenbeet gesetzt, eine Fläche für Wildblumen vorbereitet und eingesät sowie eine Totholzhecke angelegt. Dabei wurde deutlich, dass sich viele naturnahe Elemente mit Materialien verwirklichen lassen, die in Kleingärten ohnehin anfallen – etwa Laub und Schnittholz.
Ein weiterer Schwerpunkt des Seminars lag auf dem nachhaltigen Umgang mit Gartenmaterialien. Angelika Feiner zeigte auf, dass gekaufte Produkte wie Rindenmulch für Kleingärten wenig geeignet sind, und stellte stattdessen praktische Alternativen wie das Mulchen mit Rasenschnitt, Laub oder Blättern vor. Tobias Bode gab darüber hinaus zahlreiche Anregungen, wie sich bereits vorhandene Materialien sinnvoll weiterverwenden lassen, zum Beispiel ausgebaute Rabatten, Steine oder Holzstämme als Beeteinfassung, Rankhilfe oder naturnahe Gestaltungselemente im Garten.
Das Seminar in der Gartenanlage Schönbusch machte deutlich, wie vielfältig, praxisnah und zugleich alltagstauglich naturnahes Gärtnern im Kleingarten sein kann. Mit fachlicher Unterstützung, gemeinsamer praktischer Arbeit und vielen direkt umsetzbaren Ideen erhielten die Teilnehmenden wertvolle Impulse, um ihre Gärten ökologisch aufzuwerten und als Lebensraum für Pflanzen, Insekten und andere Tiere weiterzuentwickeln.

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